Lebenshäuser

Eine Ausbildungsgeschichte am Comer See

Es gibt einzigartige Orte, die nicht mit anderen vergleichbar sind. Orte, nach denen wir vielleicht immer schon gesucht haben, ohne es zu wissen. Es sind die Orte des Herzens. Jeder hat so einen Ort, auch wenn er nicht weiß, wo. Um ihn zu finden, muss man nicht ans Ende der Welt reisen, sondern einfach in sich gehen.

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Wenn man seinen Ort des Herzens gefunden hat, steht man aber erst am Anfang der Suche. Nun gilt es, das Zuhause, das Lebenshaus zu finden. Die Suche ist weder kompliziert, noch schwierig; wichtig ist dabei nur der richtige Begleiter. Jemand, der gleichzeitig aufmerksam, entschlossen und diskret ist.
Das Lebenshaus zu suchen, es zu entdecken, ihm zu begegnen, es kennenzulernen und schließlich zu bewerten, hat nichts mit einem gewöhnlichen Geschäftsvorgang zu tun. Klar, es handelt sich um den Erwerb eines Gutes. Aber der wichtige mit dem richtigen Respekt für Geld in Angriff genommene wirtschaftliche Aspekt ist nur eine Seite der Medaille: Eine Liebesgeschichte beginnt man nicht mit Geld. Was zählt, ist der Traum, das Gefallen am Traum. Der Wunsch, immer wieder aufs Neue – wie beim ersten Mal – die Zimmer zu betreten, die uns beherbergen, die im Laufe der Zeit jene Menschen empfangen, die uns am liebsten sind, an jenem Ort, wohin wir – so wir ihn einmal verlassen – so schnell wie möglich zurückkehren möchten.

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Ich glaube, dass ich ein guter Begleiter bin. Die Person, die Ihnen dabei helfen kann, Ihre Suche so gut wie möglich durchzuführen. Deshalb wollte ich Ihnen erzählen, wie meine Liebe für die Häuser des Lebens am Comer See und die Leidenschaft für den – meiner Ansicht nach – allerschönsten Beruf entflammt ist: Den Menschen dabei zu helfen, ihren Traum zu verwirklichen.
Vielen Dank, dass Sie sich für die Lektüre Zeit nehmen.

1. Das Kind, das gerne zeichnete
Es gibt Kinder, die ständig in Bewegung sind. Wahre „Perpetua mobilia“, die sich am liebsten körperlich auspowern. Andere wiederum sind etwas ruhiger und nachdenklicher, trotzdem widmen sie sich mit ganzem Herzen ihrer Leidenschaft. Meine Leidenschaft war und ist das Zeichnen: Zeichnen, basteln, reparieren – das sind die drei Verben meiner Kindheit. Mit Holzklötzen bauen, erfinden und mit Papier modellieren… Mit dem Kopf entwerfen und mit den Händen erschaffen. Ich erinnere mich, dass ich stundenlang komplizierte Glückwunschkarten gebastelt habe, Basteleien, die bei denjenigen, denen ich sie geschenkt habe, immer für eine besondere Überraschung gesorgt haben. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich vor allem Häuser gebastelt habe? Ich habe seit jeher eine Leidenschaft für Häuser. Und nachdem ich sie gezeichnet hatte, baute ich sie mit Lego nach.

2. Eine Jugend am See
Die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsenenalter ist wohl für alle schwierig. Mein Heranwachsen war von Sehnsucht und Unsicherheit geprägt. Ich wollte Designer und gleichzeitig Architekt werden, aber ich fürchtete, in eine Sackgasse zu geraten, Entscheidungen zu treffen, die mir später wenige Möglichkeiten geboten hätten. Meine Eltern halfen mir auf die beste Art und Weise: Sie ließen mich probieren, suchen und Fehler machen. Mit achtzehn Jahren ist das eine großartige Möglichkeit, zu lernen.
Nach dem Naturwissenschaftlichen Gymnasium in Como begann ich ein Studium in Luftfahrttechnik. Wer den Comer See auch nur ein bisschen kennt, weiß, dass Flugzeuge zu seiner Geschichte gehören. (Ehrlich gesagt, interessierte ich mich nicht so besonders für die Geschichte der Luftfahrt am Comer See und seine Wasserflugzeuge: Ich wollte die Flugzeuge lieber zeichnen)

3. Die Technik der Emotionen
Die Technische Fakultät erwies sich ziemlich bald als Falle. Ein geschlossener Käfig, wo ich die Zeit mit Theorie, Theorie und nochmals Theorie verbrachte. Ich wechselte zu Chemie, machte in aller Eile mein Diplom und begab mich dann auf die Suche nach mir selbst.
Die beste Art für einen jungen Menschen, sich selbst zu finden – egal ob Mann oder Frau – ist es, Erfahrungen zu sammeln. Während des Studiums habe ich immer gearbeitet, um meinen Eltern nicht auf der Tasche zu liegen, um mich frei zu fühlen. An der Supermarktkasse, als Nachhilfelehrer, als Verkäufer für Geländewagen. Was habe ich gelernt? Dass man für die Arbeit – jegliche Art von Arbeit – Leidenschaft braucht, um gut darin zu werden: Man lernt nichts, wenn man das, was man macht, nicht liebt. Und, dass das Interessanteste an jeder Arbeit die Menschen sind.

4. Hufe und Mähnen
Nach einem Jahr im wohl langweiligsten aller Jobs – Angestellter einer Schweizer Bank, wo ich Kreditkartencodes überprüfen musste – vollführte ich das, was man im Schachjargon als „Rösselsprung“ bezeichnet. Ich ließ alles liegen und stehen und ging nach Irland. Dort wollte ich mein Englisch verbessern und mir vor allem klar werden, was ich aus meinem Leben machen wollte. Auf der Insel verstand ich zum ersten Mal, wie groß und innig meine Liebe für Pferde ist und, wie gut es mir jedes Mal ging, wenn ich mich um sie kümmerte. Eine Arbeit, die mit Pferden zu tun hat – das war es, was ich machen wollte.
Ich war 25 Jahre alt – ein Alter, in dem man noch fast alles beginnen kann. Leider war da aber dieses „fast“. Mit 25 Jahren ist es zu spät für ein Studium in Veterinärmedizin; der andere Traum hingegen – ein Pferdebauernhof zwischen See und Bergen – scheiterte an meinen Finanzen. Aber träumen wird man ja noch dürfen?

5. Erleuchtung
Spät, zu spät, um wieder ein Studentenleben zu beginnen. Spät für alles, kam mir in den Sinn. Als ich dann vor dem ersten Haus vorbei kam, das „meine erste Villa“ werden sollte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es schien, als ob das zweihundert Jahre alte Haus mich beobachtete und anlächelte, die Fassade bekam die Züge eines Gesichts, das große Tor war der Mund, die halb geschlossenen Fenster sahen aus wie gütige Augen. Die antike, renovierungsbedürftige Villa und der wunderbare Garten zeichneten sich unter einem schillernden Himmel ab, dessen Wolken von der Frühlingsbrise weggeblasen wurden. Als ich so auf dem Stein des Landestegs saß, dessen Wellen ihn schon ganz glatt poliert hatten, blickte ich auf das dahinplätschernde Wasser und merkte gar nicht, wie die Zeit verging. Plötzlich sah ich die Lichter von…
Es war Abend geworden. Ich stand auf und, mir war endlich ein Licht aufgegangen.

6. Lehre in Cernobbio
Engel & Völkers hatte vor kurzem eine eigene Agentur in Cernobbio eröffnet. Ich stelle mich vor und wurde ausgewählt. Mein erster Verkauf, eine Luxuswohnung, erfolgte wenige Wochen später. Es handelte sich um einen amerikanischen Kunden; ich erinnere mich, dass er in die Agentur kam und mir aufmerksam zuhörte, während ich ihm die Unterlagen mit den Fotos zeigte. Zu meinem großen Erstaunen entschied er sich ganz schnell. Es war eine Zeit mit sehr viel Arbeit, wo ich wirklich etwas lernte – es war normal, dass ich auch bis neun, zehn Uhr abends im Büro blieb – aber auch wenig Befriedigung erlebte. Einsatz und Leidenschaft wurden überhaupt nicht honoriert.

7. Internationale Marken?
Bekanntermaßen werden die Immobilienunternehmen ihrem Ruf oft nicht gerecht. Das ist der Nachteil des Franchisings. Das passiert in jedem Markt, in jeder Warenklasse: Die lokale Agentur entspricht den Standards des Mutterhauses nicht. Meiner Meinung nach reicht es nicht aus, ein Mandat zu erwerben, eine Verkaufsstelle zu eröffnen und… dem Kommen und Gehen des Personals zuzusehen, das von einer Firma zur nächsten, von einer Immobiliengesellschaft zur nächsten wechselt, ein wahrhaftiges Karussell, das den Beruf schwächt und aushöhlt. Luxusimmobilien, ganz zu schweigen von historischen Villen, sind etwas gänzlich anderes als ein finanzielles Investment, egal wie stattlich es auch sein mag. Um so behandelt zu werden, wie sie es verdienen, erfordern Luxusimmobilien, historische Villen ein beträchtliches Maß an Know-how. Zu den traditionellen – wirtschaftlichen, finanziellen, technischen, rechtlichen, administrativen – Kenntnissen gesellen sich Fachkenntnisse (z.B. in Botanik und Landschaftsbau, Kenntnisse der Topologie und des Klimas der Gegend) und, last but not least, die Fähigkeit, ein vielschichtiges und komplexes Projekt wie den Umbau und die Modernisierung von historischen Luxusimmobilien, die gewissen Denkmalschutzauflagen unterliegen, zu managen.br />Ein Know-how, das vor allem eine unermessliche Leidenschaft für die Arbeit, den Wunsch und den eisernen Willen, ständig dazuzulernen und eine profunde Kenntnis der Gegend erfordert. Werte und Erfahrungen, die man sich sicher nicht aneignen kann, wenn man alle sechs Monate die Immobilienagentur wechselt.

8. Wie beim Gänsespiel
Leider vertrauen viele Immobilieneigentümer diesen Marken mit den klingenden Namen. Warum sollte man ihnen auch nicht vertrauen? Also akzeptieren sie gerne die wirtschaftlichen Bewertungen, die sehr oft – das muss man betonen – deutlich höher sind, als der tatsächliche Marktwert. Eine unwiderstehliche Verlockung. Wenn sie, die Teil eines prestigeträchtigen internationalen Kreises sind, mir diese Bewertung anbieten – so die unvermeidliche Überlegung des Kunden – bedeutet dies, dass sie sicher „richtig“ ist. Was soll man dazu sagen? Es ist eben allzu menschlich, wenn man sich von einer sehr hohen Bewertung beeindrucken lässt!
Jedoch ist die Realität oft leider nicht so rosig. Ein Jahr nach dem Exklusiv-Auftrag mit astronomischen Preisen, die auch um 50% höher als der tatsächliche Marktwert sind, ohne irgendein Resultat, geben die Eigentümer – weil sie es Leid sind, oder es nötig haben – nach und akzeptieren schließlich sehr viel niedrigere Angebote, als zu Beginn vorgeschlagen. Die Preise gehen in den Keller, und wie durch Zauberhand findet sich sofort ein Käufer. Ergebnis? Die Eigentümer – oft handelt es sich um ältere Menschen, die den Kauf schnell über die Bühne bringen möchten – geben sich mit dem niedrigeren Preis zufrieden. Demselben, den sie auch vor einem Jahr locker hätten erzielen können. Nicht nur ein großer Zeitverlust, sondern auch ein Verlust an Glaubwürdigkeit und Ruf. Von den Kapitalzinsen ganz zu schweigen.

9. Der Profi, der ich sein wollte
Das war meine Welt. Die Welt, die ich suchte, die richtige Arbeit für mich: Mich um jene zu kümmern, die die „Lebenshäuser“ von Menschen werden sollten, die ich noch nicht kannte, die mir aber in puncto Geschmack, Neigung, Liebe zum Detail nahe standen. Die Menschen, für die ich, wenn sie es wollten, ihr „Lebenshaus“ suchen, finden und umgestalten wollte. Das Haus, von dem sie immer schon geträumt hatten, es zu besitzen, ohne zu wissen, wo es sich befand.
Eine Welt voller Hingabe. Glaubwürdigkeit. Zuverlässigkeit. Ein Einsatz zwischen Menschen, die dieselben Werte, dieselbe Projektkultur, dieselbe Arbeitsethik teilen.
Ein weiterer Erfolg, ein weiterer wichtiger Verkauf – es handelte sich um Villa Lidè – überzeugte mich, den wichtigsten und bedeutungsvollsten Schritt meines Lebens zu tun. Ich war 32 Jahre alt. Ich eröffnete meine eigene Agentur und gab ihr den Namen, den mir eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Person, ein ungewöhnlicher Unternehmer, aber vor allem Mensch nahegelegt hatte. A. L. schenkte mir sofort sein Vertrauen, indem er mit die Restaurations- und Umbaubarbeiten seines “Lebenshauses”, Villa Lidè in Laglio anvertraute

10. Eine einzigartige Referenz
Ich begann als Project Manager zu arbeiten, um meinem ersten Kunden zu helfen – dem Amerikaner, der sich in wenigen Stunden zum Kauf einer Luxuswohnung entschieden hatte. Er verstand kein Wort Italienisch, war sehr beschäftigt und hatte wenig Zeit. Er fragte mich, ob ich es mir zutrauen würde, die Umbauarbeiten für die Immobilie, die ich ihm verkauft hatte, zu betreuen. Natürlich sagte ich sofort ja. Einfache Arbeiten – Anstrich, Elektrik, Hydraulik – die mir den Eindruck einer neuen Wertschätzung für meine Arbeit vermittelten. Auf diese Weise fügte ich der traditionellen Immobiliensuche und -bewertung einen Projektmanagmentservice speziell für jene hinzu, die weder die Zeit, noch das Know-how für die Leitung von – unter Umständen sehr umfangreichen – Arbeiten haben. Von der Einholung der Genehmigungen bis zum tatsächlichen Umbau.
Mein erster großer Auftrag war also die komplette Renovierung der Villa Lidè. Elf Monate Arbeit, die meine ständige Anwesenheit auf der Baustelle erforderten. Ein großer Einsatz auch in körperlicher Hinsicht, für den ich auf die beste Art überhaupt bezahlt wurde: Mundpropaganda.

11. Die Liberty Villa der Familie Molinari
Eine der allerschönsten Villen am Comer See, Villa Antonietta, die seit über zwanzig Jahren verlassen dastand, musste umfassend renoviert werden. Die Villa mit einer 15 Meter-Anlegestelle, sticht zum See hin durch zwei imposante Türme hervor; die 14 Zimmer und die Gesamtfläche von über 1600m2 machen sie absolut einzigartig. Die Villa Antonietta befindet sich in Laglio, in unmittelbarer Nähe zu jener Villa, deren Renovierung ich eben abgeschlossen hatte. Die Mundpropaganda zeigte Wirkung und die Entscheidung, mich selbständig zu machen, wurde belohnt. Wir schrieben das Jahr 2007, ich konnte es kaum fassen vor Glück. Endlich machte ich eine Arbeit, die ich liebte, an den Orten, die ich liebe, auf die einzige Arte und Weise, mit der man einzigartige und absolut unnachahmliche Güter wie „Lebenshäuser“ behandeln kann: mit Einsatz, Leidenschaft, Striktheit. Mit der Entschlossenheit, die schöne Dinge erfordern: Vor allem Unbill des Wetters und leider auch des Menschen bewahrt, geschützt und verteidigt zu werden. Der Kreis hatte sich endlich geschlossen, das Kind, das so gerne Häuser zeichnete, verlieh seinen Träumen endlich Körper, Konsistenz, Greifbarkeit und wandelte sie in Projekte um. Nach drei Jahren intensiver täglicher Arbeit gelang es mir, sie zu verkaufen. Die größte Befriedigung meines Lebens.

12. Die Deutung der Träume
Den Namen meines Unternehmens – Property at Lake Como – legte mir A. L. nahe, ein außergewöhnlicher internationaler Bankier, mit dem ich letztendlich eine Freundschaft einging, die bis heute andauert. Durch ihn kam ich während eines Urlaubs, den wir gemeinsam in seinem Haus in Thailand verbrachten, auf das Wort „Property“. Aber nachdem ich mein Unternehmen getauft hatte, erinnerte er mich an die goldene Regel für den Erfolg jeder Arbeit, wo die Menschen im Mittelpunkt stehen: Die Träume müssen gedeutet werden. „Marco“, sagte er zu mir, „die Menschen, die zu dir kommen, möchten nicht nur ein Haus kaufen und ein gutes Geschäft machen. Sie möchten viel mehr. Sie möchten einen Traum verwirklichen, auch wenn sie es oft nicht wissen. Aber wenn du es verstehst, sie zu begleiten, werden sie es schnell herausfinden.“

13. Das Recht auf Glück
Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von T. Jefferson aus dem Jahr 1776 ist ein visionäres Dokument: „Allen Menschen wurde das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück verliehen”. Aus heutiger Sicht mag das Streben nach Glück als unrealistisches, wenn nicht sogar naives Gebot erscheinen; ein nobler Wunsch, der aus der Aufklärung hervorgegangen war, die die Welt verändert hatte. Es brauchte weniger als ein Vierteljahrtausend, das uns vom amerikanischen Traum der Gründerväter trennt, um die Idee zu akzeptieren, dass Glück kein Recht, sondern ein Privileg ist, das man sich sehr hart erarbeiten muss.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, diese Vorbemerkung soll Ihnen nicht müßig erscheinen. Sie führt uns zum Herz dieser Geschichte, zum Wesen meiner Aufgabe und meiner Arbeit, die darin besteht, den Menschen bei ihrem Streben nach Glück zu helfen. Oder besser, das Fundament dafür zu schaffen – solide wie die hundertjährigen Häuser am Comer See – um sich lange Zeit rundum wohl zu fühlen und voller Freude die Schönheit zu betrachten.

14. Analytiker der Gedankenwelt
Meine Aufgabe ist es, zu verstehen. Die Gedanken der Menschen zu lesen und ihre Wünsche zu verstehen, ihre Träume ebenso wie ihre Abneigungen. Ohne sie das wertvollste Gut überhaupt verlieren zu lassen, das einzige, das man nicht wiederbekommt: die Zeit.
Ich bin mir meiner selbst und meiner Arbeit aus einem einzigen Grund sicher: Ich beschäftige mich nicht mit Immobilien, an die ich nicht glaube. Ich handle nicht mit Villen oder Häusern, die mich nicht überzeugen. Erst wenn ich glaube, verstanden zu haben, was Herz und Hirn der Menschen bewegt, mit denen ich ein Vertrauensverhältnis aufgebaut habe, schlage ich ihnen das meiner Meinung nach richtige Haus für sie vor. Jede Villa, jedes Haus, jede Immobilie, die ich meinen Gäste zeige, ist zuallererst ein Haus, das mir gefällt. Ich kann mir nicht vorstellen, ein Haus zum Verkauf anzubieten, das ich nicht selbst auch kaufen würde.

15. Property At Lake Como und… alle anderen
Man sagt, ich sei der Beste am See. Niemand kenne den wahren Wert der Villen ebenso gut, wie ich. Ich weiß nicht, ob es stimmt. Ich weiß nur, dass ich jeden Tag, alle Tage daran arbeite, der Beste zu sein. Der Zuverlässigste. Der Kompetenteste. Derjenige, der Probleme löst.
Die internationalen Agenturen, die berühmten Marken verstehen es nicht, die richtigen Bewertungen zu machen (oder vielleicht wollen sie nicht). Sie legen Preise fest, die weit oberhalb der richtigen Bewertung liegen. Der Kunde, der verkaufen möchte, ist zufrieden. Wieso auch nicht? Er sagt sich: Sie sind gut, sie haben einen bekannten Namen, sie erstellen mir eine exzellente Bewertung, ich werde ihnen den Auftrag geben. Danach vergeht viel wertvolle Zeit, und die abgeschlossenen Verträge blockieren die Villa. Nach einem Jahr geht der Preis unweigerlich nach unten. Um 20%, um 30%, wenn nicht sogar um 50%. In der Zwischenzeit hat der Kunde verloren: Zeit, Geld und Vertrauen. Die negative Mundpropaganda beginnt. Wirklich schade.

16. Wert für Wert
Wie bewertet man eine Immobilie? Ich habe mit der Zeit eine Datenbank mit historischen Villen erstellt; Villen am See mit Anlegestelle; Villen mit Seeblick und Wohnungen mit denselben Eigenschaften. Achtung: Meine Datenbank besteht aus tatsächlich verkauften und nicht nur „zum Verkauf angebotenen“ Immobilien. Eine ständig aktualisierte Datenbank, die es mir ermöglicht, den wahren Marktwert der Immobilien am See festzustellen. Auf diese Weise kenne ich den richtigen Preis jedes verkauften Objekts, so verlieren weder Käufer noch Verkäufer Zeit. Die beste Bewertung erstellt man durch Vergleich mit dem Wert der tatsächlich verkauften Immobilien – nicht mit den Preisen auf den Verkaufsangeboten – indem man jeweils objektiv vergleichbare Güter gegenüberstellt: Immobilien, die sich in puncto Typ, Größe, Erhaltungszustand, Gegend, Lage, Sonnenausrichtung ähneln.
/>Darin, in der Bewertung des tatsächlichen Werts, glaube ich, top zu sein. Einem Wert den richtigen Wert beizumessen ist das Wichtigste. Meine Kunden, vor allem wenn sie aus dem Ausland kommen, müssen wissen, wo sie – buchstäblich – ihr Geld hinbringen; sie müssen die Sicherheit haben, dass sie schnell ihr investiertes Kapital zurückbekommen, sollten sie ihr Anwesen eines Tages verkaufen wollen. Eines ist sicher: Für keine der Immobilien, die ich verkauft habe, wurde mehr bezahlt, als sie wert ist. Jedes Anwesen kann also korrekt, schnell und sicher wieder verkauft werden. Und, dank den Renovierungsarbeiten auf Wunsch des Kunden oft noch zu einem höheren, als dem ursprünglichen Wert.

17. Warum sollte man mich auswählen
Warum sollte man mich auswählen? „Weil ich mich selbst auswählen würde“ ist die erste – sofortige und banale – Antwort, die mir in den Sinn kommt. Ich glaube, ich kann meinen Gästen und späteren Kunden mehr bieten. Ich verstehe es, ihnen so aufmerksam zuzuhören, wie sie es verdienen; ich bin so ehrlich, ihnen zu widersprechen, falls sie eine Meinung zum Ausdruck bringen, die nicht den Tatsachen entspricht.
Ich stelle viele Fragen, um zu verstehen, was ihr Herz und ihren Geist bewegt. Ich höre zu. Und dann frage ich wieder. Nicht nur, was sie sich wünschen, sonder auch, was sie verabscheuen. Mit einem Wort, was sie nicht wollen. Nur so kann man das Haus des Lebens finden. Das ist nicht dasselbe, wie das perfekte Haus, wie man meinen könnte. Sondern jenes, das dem eigenen Ideal, dem eigenen höchst persönlichen Traum am nächsten kommt.
Ich erzähle ihnen, wie ich mir die nötigen Fachkompetenz zu den typischen komplexen Fragen, wie z.B. Ansuchen um Baubewilligungen, angeeignet habe. Ich betreue meine ausländischen Kunden auch und vor allem nach dem Verkauf. Es handelt sich um Leute, die in einem anderen Land leben und arbeiten, die keine Zeit, Lust und vor allem keine Erfahrung haben, um die Umbauarbeiten an ihrem Haus zu betreuen. Wer mir einen Verkaufsauftrag erteilt, weiß, dass ich dem Kunden bei der Auswahl und so lange wie möglich zur Seite stehe. Von der Ausarbeitung des ersten Konzepts seines neuen Hauses, bis zu den Renovierungs- oder Umbauarbeiten mit persönlicher Sicherstellung des Fortschritts der Arbeiten von Bautechnikern, Architekten, Elektrikern, Klempnern und Sanitärtechnikern. Diese Präsenz ist bei Arbeiten auf größeren Anwesen unbedingt erforderlich. Last but not least, die außerordentliche Arbeit, die nur die Handwerker am Comer See leisten können: Schreiner, Kunsttischler, Stukkateure, Möbelrestaurateure… Eine Welt des Wissens und des Könnens, das sich im Laufe der Zeit auf wundersame Weise erhalten hat.

18. Das Kind, das gerne gezeichnet hat, ist erwachsen geworden.
Ich bin ein Perfektionist. Meine Aufmerksamkeit auf Details und die Präzision der Ausführung grenzt schon fast an Manie. Eine anstrengende und ermüdende Lebensweise. Aber die einzige, die mir die Sicherheit gibt, mein Potential maximal zum Ausdruck zu bringen. Eine Art, das Leben und die Arbeit zu sehen, die denjenigen Schutz und Garantie gibt, die mich auswählen und mir ihr Vertrauen schenken. br />Ich bin in jenem Moment ein gelöster Erwachsener geworden, in dem meine Tochter geboren wurde – ein neugieriges Mädchen, ebenso hartnäckig und dickköpfig wie sein Vater. Ich bin im Leben und im Beruf gewachsen, aber mein Sehnen hat nicht aufgehört: Ein neuer Traum, ein neues Projekt, eine neue Herausforderung.
Zum Glück geben mir die Menschen, mit denen ich arbeite, Sicherheit. Diejenigen, die mit mir ihre Suche durchgeführt haben, haben ihr Lebenshaus am Comer See gefunden. Menschen, die oft in einer anderen Sprache als meiner, stets mit den gleichen und immer wieder anderen Worten von ihrem gefundenen Glück erzählen. Der Lauf der Zeit an stets gleichen und immer wieder anderen Tagen in der Schönheit eines weltweit einzigartigen Ortes.